Zu einer ersten Runde fanden sich die Mitglieder des neu gegründeten Arbeitskreises Erneuerbare Energien am 19.03. im Büro des Samtgemeindebürgermeisters Rolf Roth zusammen. Der Arbeitskreis wurde vom Samtgemeinderat berufen. Ein entsprechender Antrag zu seiner Gründung kam von der Gruppe Grüne-Piraten-Freie Wähler und wurde parteiübergreifend von den Fraktionen der CDU und der SPD unterstützt.
Beteiligt sind Mitglieder des Samtgemeinderates, der Räte der Gliedgemeinden, der Umweltverbände, der Landwirtschaft, sowie ein Vertreter der Bürgerinitiative Energienetz Elbmarsch. Alle wollen gemeinsam ein Energiekonzept für die Elbmarsch erarbeiten.
Als erste Schritte werden die rechtlichen Möglichkeiten und Erfordernisse angegangen, die den Landkreis Harburg bei der Neufassung eines Raumordnungsplanes lenken sollen in Richtung Ausweisung von Flächen für Erzeugung von Erneuerbaren Energien. Dabei wird angestrebt, dass die Samtgemeinde als Vorreiter selber die Initiative ergreift, Flächen vorzuschlagen. Das Signal soll eindeutig sein: wir wollen Erneuerbare Energien.
Ebenfalls sehr wichtig ist für die Mitglieder des Arbeitskreises, dass die Wertschöpfung für alle Projekte zu Erneuerbaren Energien innerhalb der Samtgemeinde bleibt. Bürgerinnen und Bürger sollen ebenso beteiligt werden, wie die Samtgemeinde selber.
Am Beispiel der neu geplanten Fotovoltaikanlage auf dem Gelände der ehemaligen Deponie Drage lässt sich ablesen, wie es eigentlich nicht gemacht werden soll: ein externer Investor schließt mit dem Eigner der Fläche (in diesem Falle der Landkreis Harburg) einen Vertrag über die Errichtung einer Anlage. Über die Anlage freuen sich anschließend alle, nur wurde offenbar leider versäumt, vorher eine klare Regelung zu treffen, dass der Betreiber für die Anlage zumindest Gewerbesteuer an die Samtgemeinde abführt.
So etwas soll zum Beispiel zukünftig vorher durch formale Auflagen und Regeln bestimmt werden, um die sich der Arbeitskreis kümmern will.
Ein nächstes Treffen ist für den 30.04. geplant.